China und die USA

Die Rolle Chinas im Südchinesischen Meer

Die Rolle Chinas als Großmacht im Südchinesischen Meer und das Verhältnis zu den USA – das war am 24. Januar die Thematik des Vortrags von Herrn Dr. Enrico Fels (Center for Global Studies, Universität Bonn). Als jahrelanger Experte auf diesem Gebiet klärte er uns über die verschiedenen Territorialdispute im Südchinesischen Meer, insgesamt 9, sowie um ihre Hintergründe und ihre Bedeutsamkeit auf. Um ein paar Rahmeninformationen zu nennen: Das Südchinesische Meer ist aufgrund des enormen Handelsverkehrs, das Fünffache im Vergleich zum Panama-Kanal, von Bedeutung. Sämtliche Staaten erheben Territorialansprüche. Das Ziel Chinas ist ein strategischer Puffer im Südchinesischen Meer. Dies wird dadurch markiert, dass China das Südchinesische Meer neben Tibet und Taiwan zum nationalen Kerninteresse erklärt hat. Aus diesem Grund wurde im letzten Jahr ein Inselbau von 3000 ha betrieben und militärisch aufgerüstet. Bei der Suche nach diplomatischen Möglichkeiten ging Dr. Enrico Fels besonders auf die Frage nach der Rückkehr der Geopolitik ein. Er charakterisierte es als typisch, dassaufstrebende Staaten den status quo infrage stellen, und brachte es mit dem Satz auf den Punkt: „Großmächte sind alle gleich“. Er präsentierte verschiedene Szenarien einer Lösung und stellte für eine realistische Lösung die notwendige Bedingung der Beachtung chinesischer Sicherheitsinteressen auf.

 

Ein herzliches Dankeschön an Herrn Dr. Enrico Fels dafür, dass er sein Wissen leidenschaftlich mit uns geteilt hat.