28.10.2009

"Die deutsche Strategic Community – eine sicherheitspolitische Elite?"

MASH Gruppenbild (Foto Andy Hein)

Die erste Kooperation der MASH mit einer anderen Hochschulgruppe des BSH fand am 28. Oktober 2009 in Berlin in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund statt. Der Berliner Arbeitskreis Sicherheitspolitik (BAS) hat uns gebeten, zusammen mit ihnen diese Veranstaltung durchzuführen. Wir haben uns also trotz sehr kurzer Fristen eingebracht und innerhalb von wenigen Tagen zusammen eine sehr gute Veranstaltung bieten können.

 


Bevor die Veranstaltung begann, wurde die MASH-Delegation vom Regierungsdirektor Baumeister empfangen, der sich und auch die Vertretung vorstellte. Dabei wurden wir von ihm auch kurz durch das Gebäude geführt und hatten Gelegenheit, unter anderem den historischen Konferenzsaal und das Büro des Ministerpräsidenten zu sehen.

 


Das Thema der Podiumsdiskussion war "Die deutsche strategic community – eine sicherheitspolitische Elite?!". Auf dem Panel diskutierten Otfried Nassauer (BITS), Michael Forster (geopowers) und Thomas Wiegold (focus), inwiefern es eine Elitenbildung in der Sicherheitspolitik gibt und ob sich ein grundsätzliches Desinteresse der Gesellschaft feststellen lässt. Dabei wurde mit und von den eingeladenen Journalisten in erster Linie diskutiert, wie die Kommunikation des Themas zwischen Politik, Medien, und Gesellschaft stattfindet.

 

Als Quintessenz lässt sich zusammenfassen, dass es durchaus ein Grundinteresse in der Bevölkerung gibt, aber die Details eben nur den Spezialisten und Experten interessant erscheinen. Viele Meinungen werden gebildet, ohne die wichtigen Informationen zu kennen. Einen wesentlichen Anteil an dieser Haltung hat der glückliche Umstand, dass Deutschland bisher von Anschlägen verschont blieb. Beklagt wurde durch die Diskutanten, dass auch die Informationspolitik der Ministerien sehr unterschiedlich und stark vom jeweiligen Minister abhängig ist. Je nach Einstellung des Hauses sind Informationen leicht bis gar nicht zu bekommen. Das führt zu einer gesteigerten Verantwortung der Fachjournalisten, die über gute Kanäle auch an Verschlusssachen kommen können. Diese sollen dann eben nicht im Wortlaut wiedergegeben, sondern inhaltlich diskutiert werden, um eine qualifizierte Meinungsbildung zu fördern.

 


Nach einer sehr spannenden Diskussionsrunde war noch die Möglichkeit, sich bei Brezel und Bier mit den Gästen zu unterhalten. So führte auch die MASH-Delegation noch einige hoch spannende Hintergrund-Diskussionen, bei diesem alles in allem erfolgreichen Abend.