Am 10.-12. November 2025 besuchten Mitglieder unserer Hochschulgruppe das Nuremberg Forum 2025 der International Nuremberg Principles Academy im Schwurgerichtssaal 600 der Nürnberger Prozesse. Das Forum widmete sich der Stärkung des internationalen Strafrechts unter den momentanen Krisen und Herausforderungen des Multilateralismus.
80 Jahre nach den Nürnberger Prozessen, die als Meilenstein im Völkerrecht gesehen werden, sehen sich die Akteure der internationalen Strafverfolgung wachendem Widerstand ausgesetzt. Gleichzeitig ist der Diskus über Verbrechen gegen die Menschlichkeit nun Alltag geworden, wie einer der Panelisten anmerkte. Vor diesem Hintergrund untersuchte das Forum Strategien zur Durchsetzung des internationalen Strafrechts und der sogenannten Nürnberger Prinzipien.
Zu den Panelistinnen und Panelisten zählten Expertinnen und Experten des Internationalen Rechts, darunter Mykola Hnatowskyj (Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte), Piotr Hofmański (ehemaliger Präsident des Internationalen Strafgerichtshofs) und Ute Hohoff (Richtern am Bundesgerichtshof). Im Zentrum der Paneldiskussionen stand das Verhältnis von Staaten und Individuen im Völkerrecht, Lehren aus nationalen Gerichten und Ad-hoc-Tribunalen, Stärkung des Multilateralismus und Prävention von Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
