"Anarchy Is What Westeros Makes of It: Constructivism in Game of Thrones” + Interactive policy session

Am Montag, den 10. November 2025, fanden sich 22 Mitglieder der Hochschulgruppe für Außen- und Sicherheitspolitik Jena, davon zwei online zugeschaltet, im Hauptgebäude der Friedrich-Schiller-Universität Jena für den zweiten Teil der Veranstaltungsreihe "“Hextech, Hobbits and Hegemons - Theories of International Relations in the Realm of Pop-Culture” zusammen.

Die Veranstaltung wurde durch zunächst durch Josef Mlejnek eröffnet. Er stellte die Veranstaltungsreihe zu Beginn noch einmal kurz vor, fasste die Ergebnisse der letzten Veranstaltung zusammen und erklärte die wissenschaftlichen Hintergründe dafür, Theorien der Internationalen Beziehungen anhand von Popkultur zu analysieren.

Danach führte Mutwald Wiese das Publikum in die Theorie des Konstruktivismus ein. Dabei konzentrierte er sich darauf diese Theorie anhand einer Gegenüberstellung mit dem Neorealismus begreifbar zu machen. Mittelpunkt seiner Ausführungen war dabei eine Untersuchung der unterschiedlichen Wahrnehmung der jeweils von Nordkorea und dem Vereinigten Königreich ausgehenden Nuklearen Bedrohung, wobei Aufgrund des Kontrastes zwischen den beispielsweise in Deutschland vorherrschenden Normen und Werten mit denen des Nordkoreanischen Regimes dieses Trotz seiner objektiv geringeren nuklearen Schlagkraft als eine größere Gefahr wahrgenommen wird als das Vereinigte Königreich.

Nach einer Kurzen Pause setzte Josef Mlejnek die Veranstaltung mit einer Einführung in die politischen Situation in Westeros, dem Hauptschauplatz der Fernsehserie 'Game of Thrones', kurz vor dem Krieg der fünf Königreiche fort. Danach erläuterte er inwiefern konstruktivistische Analyseansätze genutzt werden können um die Handlung der Serie besser zu Verstehen und zu erklären. In der folgenden Diskussion stand er dem Publikum Rede und Antwort.

Als nächstes Folgte ein durch den Vorstand entworfenes fiktives Planspiel (Interaktives Policy Szenario) dessen Fokus darauf lag eine Konfliktmanagementstrategie für eines von zwei in einen beinahe zu gleichen Teilen normativ und materiell motivierten Konflikt verwickelten mittelalterlichen Reichen zu entwickeln. Die Meinung darüber, wie das vom Publikum vertretene Reich handeln solle, blieben gespalten, die meisten Teilnehmer:innen sprachen sich jedoch für eine Abschreckungsstrategie aus.