"Kann Europa Geopolitik?" - mit Nico Lange (Kooperationsveranstaltung mit der DAG)

Während andere Akteure ihre Interessen entschlossen verfolgen, agiert Europa häufig zögerlich und uneinheitlich. Es fehlt an einer klaren, selbstbewussten geopolitischen Strategie, die auf eigenen Ressourcen, Technologien und Standards basiert. Ohne eine solche Ausrichtung droht Europa, wirtschaftlich wie politisch weiter zurückzufallen.

 

Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Frage: Kann Europa Geopolitik?

Wir freuen uns sehr, dass der Sicherheitsexperte Nico Lange zu dieser Frage Stellung beziehen und im Anschluss an seinen Vortrag mit uns diskutieren wird.

Portrait Nico Lange

 

Liebe Mitglieder von FAUST und dem BSH, liebe Mitglieder der Deutschen Atlantischen Gesellschaft, liebe Interessierte der Außen- und Sicherheitspolitik,

 

technologische Entwicklungen prägen zunehmend die globalen Machtverhältnisse. Staaten wie die USA und China sichern sich strategische Vorteile durch den Zugriff auf Rohstoffe, Innovationen und Energiequellen, während Europa in vielen Bereichen an Einfluss verliert. Dass Entscheidungen über die Zukunft unseres Kontinents teilweise ohne europäische Beteiligung getroffen werden, ist ein deutliches Warnsignal für die schwindende globale Bedeutung Europas.

Während andere Akteure ihre Interessen entschlossen verfolgen, agiert Europa häufig zögerlich und uneinheitlich. Es fehlt an einer klaren, selbstbewussten geopolitischen Strategie, die auf eigenen Ressourcen, Technologien und Standards basiert. Ohne eine solche Ausrichtung droht Europa, wirtschaftlich wie politisch weiter zurückzufallen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Frage: „Kann Europa Geopolitik?“ 

Wir freuen uns sehr, dass Herr Nico Lange sich bereit erklärt hat, zu dieser Frage Stellung zu beziehen und im Anschluss an seinen Vortrag mit uns in die Diskussion zu treten. 

Herr Lange ist Gründer und Direktor des Instituts für Risikoanalysen und Internationale Sicherheit (IRIS) sowie Senior Fellow beim Think Tank CEPA in Washington, D.C. Er gehört der Beratergruppe der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie zu Sicherheits‑ und Verteidigungsindustrie an. Von 2010 bis 2022 leitete er den Leitungsstab des Bundesministeriums der Verteidigung und war anschließend Senior Fellow bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Zuvor war er stellvertretender Bundesgeschäftsführer der CDU und Beauftragter für Innovation und Strategie der Landesregierung des Saarlandes. 

Darüber hinaus leitete Herr Lange die Auslandsbüros der Konrad‑Adenauer‑Stiftung in Washington, D.C. und Kyjiw, lehrte mit einem Stipendium an der Staatlichen Universität St. Petersburg und diente zuvor als Zeitsoldat der Bundeswehr mit Auslandseinsätzen in Bosnien‑Herzegowina und im Kosovo. 

Es ist uns zudem eine besondere Freude, dass diese Veranstaltung die erste gemeinsame Veranstaltung in Kooperation zwischen der "Deutschen Atlantischen Gesellschaft - Forum Frankfurt" und der „Fachgruppe für außen‑ und sicherheitspolitische Themen (FAUST) an der Goethe‑Universität Frankfurt am Main“ als Teil des „Bundesverbands Sicherheitspolitik an Hochschulen (BSH)“ ist. Diese neue Zusammenarbeit eröffnet wertvolle Perspektiven und stärkt den Austausch zwischen Wissenschaft, sicherheitspolitischer Praxis und unserer Gesellschaft. 

Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zu Fragen und weiterem Austausch. Bitte leitet diese Einladung gern an eure Freunde und interessierte Personen weiter. 

Wir freuen uns auf eure Teilnahme und einen anregenden Abend. Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis spätestens 14. Mai 2026 unter folgendem Link: https://forms.gle/cqVV1o69Xprs6nTc6
 

Wann: Dienstag, 19.05.2026

Einlass: 17:30 Uhr

Beginn: 18:00 Uhr

Adresse: Campus Westend, Hörsaalzentrum, Raum HZ10
Theodor-W.-Adorno-Platz 5, 60323 Frankfurt am Main

Parkmöglichkeiten: Parkhaus Campus Westend, Max-Horkheimer-Straße 

 

Solltet ihr nicht teilnehmen können, gebt uns bitte frühzeitig per E-Mail an frankfurt@sicherheitspolitik.de Bescheid.