Konzernsicherheit der Deutschen Bahn

Wie schützt die Deutsche Bahn als Teil der Kritischen Infrastruktur ihre Anlagen, Beschäftigten und Transportwege in einem zunehmend angespannten sicherheitspolitischen Umfeld? Mike Schneider, Deputy Chief Security Officer der DB AG, gab 25 Teilnehmenden einen praxisnahen Einblick in die Konzernsicherheit der Deutschen Bahn – von Daseinsvorsorge und ziviler Verteidigung über Sabotageabwehr bis zur Rolle der Bahn im militärlogistischen „Drehkreuz Deutschland“.

Bild: Mihail Cionica

Am 27.07. fand online mit 25 Teilnehmenden eine Veranstaltung mit anschließender Diskussion zur Konzernsicherheit der Deutschen Bahn AG statt. Als Referent konnte Mike Schneider gewonnen werden, der bei der Deutschen Bahn AG die Technische, organisatorische und personelle Sicherheit , also die physische Konzernsicherheit , leitet und zugleich als Deputy Chief Security Officer fungiert. Darüber hinaus verantwortet er den Personenschutz der DB AG, die Zivile Verteidigung der DB AG sowie das Securitymanagement der DB Cargo AG. 

 

Zu Beginn stellte er sich und seinen Werdegang als Eisenbahner vor und ordnete seinen Verantwortungsbereich innerhalb der Corporate Security der DB AG ein. Den Rahmen des Vortrags bildete das Spannungsfeld aus Daseinsvorsorge, der Rolle im militärlogistischem "Drehkreuz Deutschland" und einem zugleich wettbewerbsfähigen Transport- und Logistikunternehmen im aktuellen Bedrohungsumfeld.


Im Hauptteil erläuterte der Referent zunächst Aufbau und Geschäftsmodell der DB AG anhand der Leitfrage, wie das System Eisenbahn in Deutschland funktioniert, wie es finanziert wird und welche Erwartungen an die Organisation gerichtet werden. Anschließend stellte er die Infrastruktur, Struktur der Sicherheitsorganisation, ihre Anforderungen, Fähigkeiten und Arbeitsweisen sowie deren nationale und internationale Partnerschaften vor. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den aktuellen Herausforderungen im globalen und nationalen Kontext gestiegener sicherheitspolitischer Anforderungen und sich häufenden sicherheitsrelevanten Ereignisse und Eingriffe und gezielten Sabotage Aktionen. 

 

Abschließend gab der Referent einen Überblick über Kennzahlen und Ankerbeispiele sicherheitsrelevante Ereignisse und deren potentiell exponentiellen Auswirkungen auf das Gesamtsystem Bahn und gewährte dabei Einblick in die Corporate Security Plattform (CSP).
In der anschließenden Diskussion vertieften die Teilnehmenden einzelne Aspekte im Austausch mit dem Referenten, der die Fragen sachlich und praxisnah beantwortete. Die Veranstaltung bot einen fundierten Einblick in die Sicherheitsarchitektur kritischer Infrastruktur und wurde von den Teilnehmenden durchweg positiv aufgenommen.