Regensburger HSG goes Belgrade Security Conference

Eine vierköpfige Delegation der Regensburger Hochschulgruppe für Außen- und Sicherheitspolitik hat vom 17.11.-19.11.2025 an der diesjährigen „Belgrade Security Conference“(BSC) teilgenommen. Dies wurde durch die persönliche Einladung des „Belgrade Center for Security Policy“ möglich, dass die Regensburger Hochschulgruppe bereits während der Studienreise nach Serbien und in den Kosovo im Juli 2025 herzlich in Belgrad empfangen hatte. 

Im Mittelpunkt der dreitägigen Konferenz, die im modernen Sava Center in der Belgrader Neustadt stattfand, stand das Motto „Pathways to freedom“. Besondere Bedeutung erhielt die BSC in diesem Jahr durch die seit einem Jahr andauernden Studierendenproteste. Diese waren als Reaktion auf das verheerende Unglück am Bahnhof Novi Sad am 01.11.2024 entstanden, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen. Die Proteste richten sich mit Korruptionsvorwürfen gegen die serbische Regierung und sahen sich in den vergangenen Monaten zunehmender Gewalt und Repressionen ausgesetzt.

Vor diesem Hintergrund eröffnete die BSC am Montagabend mit einer feierlichen, aber dennoch ernsten Zeremonie und einer anschließenden Diskussionsrunde darüber, wie die in Serbien stark unter Druck geratene Rechtsstaatlichkeit und Demokratie wiederhergestellt werden kann. Beteiligt waren an dieser Debatte auch Vertreter der Studierenden und der serbischen Opposition, die nach Wegen zur Stärkung rechtsstaatlicher Strukturen suchten. Anschließend wurde der „Lighthouse Award“ der BSC an Irena Joveva MdEP, verliehen, die sich stark für die internationale Sichtbarkeit der Studierendenproteste eingesetzt hat. Mit einem anschließenden Empfang endete der erste Konferenztag. 

Der Fokus am zweiten Tag lag auf den internationalen Konfliktfeldern. Die Themen in den hochrangig besetzten Panels gingen von den Spannungen in den transatlantischen Beziehungen über die Auseinandersetzungen um die Vormachtstellung im Indo-Pazifik bis hin zur hybriden Bedrohung Europas. Nach einer Keynote des europäischen Botschafters in Serbien wurde der zweite Konferenztag mit einer Paneldiskussion zur EU-Erweiterung geschlossen. 

Der dritte Konferenztag widmete sich wieder stärker Südosteuropa. In jeweils drei parallel durchgeführten Panels wurden zahlreiche Fokusthemen diskutiert. Die Delegation der Hochschulgruppe Regensburg besuchte unter anderem Panels, die sich von regionalen Perspektiven auf die EU und die zukünftige Positionierung des Westbalkans über Anti-Establishment Extremismus bis hin zu der „Peace-Matrix“ der Friedrich-Ebert-Stiftung spannten. Themen wie Rechtsstaatlichkeit und Sicherheit bildeten weitere Schwerpunkte, bevor in der letzten Panelrunde ein neutraler Status des Balkans, regionale feministische Perspektiven und Fragen der Rohstoffsicherheit im Kontext technologischer Entwicklungen diskutiert wurden.

Die Delegation nutzte die Belgrade Security Conference auch, um das Netzwerk der Hochschulgruppe zu erweitern. Wir freuen uns auf Kooperationen und Veranstaltungen mit den neu geknüpften Kontakten und blicken mit Vorfreude in das Jahr 2026. 

Zum Abschluss der BSC 2025 betonte Alexandra de Hoop Scheffer, Präsidentin des German Marshall Fund, in einer hoffnungsvollen Rede die Chancen und Potentiale des Westbalkans. Anschließend erklärte Igor Bandovic, Direktor des Belgrade Center for Security Policy die BSC 2025 für beendet und lud zur Konferenz im nächsten Jahr ein. 

Die Hochschulgruppe Regensburg bedankt sich herzlich für die Einladung, die inspirierenden Vorträge und die spannenden Diskussionen und wird sich auch weiterhin intensiv mit den Staaten Südosteuropas auseinandersetzen.