Theorising Ontological (In)Security

Ontologische Sicherheit -durch das Sein selbst kreierte Sicherheit- ist ein aus der Psychologie stammendes Konzept, welches zunehmend an Zuspruch im Bereich der Theorienlandschaft in der internationalen Politik erfährt. 

Christian Sigl (Universität Regensburg) stellte sein Dissertationsprojekt vor. Darin argumentiert er, dass die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran durch ihre hobbesianische Beziehung zueinander stabilisiert werden. 

Nikolai Gellwitzki (University of York) präsentierte sein Forschungsprojekt zusammen mit Veronica Barfucci. Sie betrachteten die maskulinen Narrative des US-Wahlkampfes und die Auswirkungen auf den Konflikt zwischen und die eigene Sicherheit der Kandidaten. 

Anne-Marie Houde (University of Oxford) argumentierte, dass besonders Personen und Gruppen nicht notwendigerweise Disruption zum Opfer fallen, sondern unbewusst in defensive oder offensive Abwehrstrategien wechseln. 

Jakub Eberle (Institute of International Relations, Prag) machte den Abschluss mit einer Präsentation zur ethischen Außenpolitik, die durch die steigende Hoffnungslosigkeit der als Spätmoderne beschreibenen Zeit zunehmend an die Stelle von Realpolitik tritt. 

Zum Abschluss des Workshops, wurden die offenen Fragen der Vorträge nochmals in einer Panelrunde aufgegriffen. Die vier Panelisten diskutierten über die Zukunft des Ansatzes und über die Anwendung der verschiedenen Methoden, derer sich der Ansatz bedient. Sowohl die Vorteile, als auch die Nachteile wurden besprochen. Trotzdem, dass ontologische Sicherheit noch nicht als gefestigter Theoriestrang etabliert ist, zeigen sich bereits Erklärungsansätze für heutige Vorgänge in den Dimensionen von Individuum zu Staaten. Die Strukturierung dieser Forschung ist zur Zeit das größte Ziel: durch Paper verläuft hier der wichtigste Austausch.