Veranstaltungsbericht: 17. Sicherheitspolitische Aufbauakademie "Wehrtechnik und Innovation"

Vom 10. bis 13. August 2025 fand in Berlin die 17. Sicherheitspolitische Aufbauakademie (AAK) des Bundesverbands Sicherheitspolitik an Hochschulen (BSH) statt. Unter dem Thema „Wehrtechnik und Innovation“ kamen Studierende aus ganz Deutschland zusammen, um sich mit aktuellen sicherheitspolitischen Fragestellungen, technologischen Entwicklungen und deren Bedeutung für die Bundeswehr und die europäische Verteidigung auseinanderzusetzen.

Im Bundeskanzleramt konnten wir unsere Erkenntnisse aus den Slots bei Vertretern der Industrie aus einer planungstechnischen Perspektive diskutieren

Beim DLR hatten wir die Möglichkeit Inputs des MinDirig Alexander Schott (Direktor Forschung und Innovation BMVg), sowie von Stephan Nachtigall und Herr Dr.-Ing. Andreas Bierig zu Sicherheits- und Verteidigungsforschung zu hören

Sarah Sandmann vom Cyber Innovation Hub der Bundeswehr ermöglichte uns Einblicke in die Startup- Szene und Software Defined Defence

Beim Planungsamt der Bundeswehr konnten die Teilnehmenden Einblicke in die Zukunftsanalyse und Strategische Vorausschau der Bundeswehr erlangen

STARK Defence und Quantum Systems luden uns in die Büros der UxS Alliance ein, wo die Teilnehmenden Modelle des Drohnensortiments der Unternehmen ansehen konnten

Mehr über die Arbeit im Bereich der Governmental Relations eines Rüstungsunternehmens konnten wir bei Rheinmetall kennen lernen

 

Der erste Tag begann mit der Anreise, organisatorischen Hinweisen und einem gemeinsamen Kennenlernen in der Jugendherberge. Den inhaltlichen Auftakt bildete am Abend ein Kaminabend mit Christian Rieck (Universität Potsdam), der zur Frage „Zivilmacht und Zeitenwende“ sprach und die Rolle Deutschlands im Spannungsfeld zwischen militärischer Notwendigkeit und politischer Kultur kritisch reflektierte.

 

Am zweiten Tag folgte ein intensives Programm mit hochrangigen Stationen. In der Botschaft der Ukraine erläuterte Serhii Ilchuk, Erster Botschaftssekretär, die Erfahrungen der Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland und die Lehren für europäische Streitkräfte. Anschließend stand ein Besuch beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf dem Plan. Dort gab MinDirig Alexander Schott (Direktor Forschung und Innovation BMVg, Leiter Forschungs- und Innovationshub BMVg) hochspannende Einblicke in Forschung und Innovation im Geschäftsbereich BMVg. Anschließend konnten Stephan Nachtigall und Dr.-Ing. Andreas Bierig die sicherheitsrelevante Forschung des DLR, inbesondere im Bereich der Luft- und Raumfahrt, näher beleuchten. 
Am Nachmittag ging es zu Rheinmetall, wo technische Veränderungen in der Kriegsführung vorgestellt wurden. Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) bot danach einen Überblick über die Rüstungspolitik Deutschlands. Der Tag endete mit einem interaktiven Positionierungsspiel im Reservistenverband und einem gemeinsamen Abendessen, um den Teilnehmenden einen aktiven Austausch und Diskussionen untereinander zu ermöglichen.

 

Der dritte Tag begann mit einem Vortrag von Karl Hufnagl (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, Research Fellow beim Defense AI Observatory) über militärische Zukunftsvisionen und die Lehren aus dem Ukrainekrieg. Anschließend folgte ein Besuch bei STARK Defence und Quantum Systems, die Einblicke in moderne Wehrtechnik und Drohnentechnologie boten. Hierbei konnten Modelle der angebotenen Drohnen besichtigt werden. 
Im Bundeskanzleramt diskutierten die Teilnehmenden mit Referenten des Referats Wehrverwaltung und Rüstung und Referats Innovation; Industrie; Regionale Wirtschaftspolitik und Strukturwandel; Digitale Wirtschaft über die Koordination der deutschen Rüstungsindustrie. Ein weiterer Höhepunkt waren die Erkenntnisse über die Zukunftsanalyse im Planungsamt der Bundeswehr mit Oberstleutnant Martin Lammert, der die Bedeutung strategischer Vorausschau für die Bundeswehr betonte. Der Tag fand bei einem gemeinsamen Barbesuch in Berlin-Ostkreuz seinen Ausklang.

 

Der Abschlusstag führte die Gruppe in das Bundespresseamt, wo der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr die Konzepte „Software Defined Defence“ und Drohneneinsatz vorstellte. Mit einem Vortrag eines Mitarbeiters des NATO Office of the Chief Scientist über Zukunftstrends in Wissenschaft und Technologie bis 2045 erhielten die Teilnehmenden schließlich einen spannenden Ausblick auf sicherheitspolitische Innovationen der kommenden Jahrzehnte. 

 

Die 17. Sicherheitspolitische Aufbauakademie zeichnete sich durch ein hochrangiges Programm, spannende Einblicke in Industrie und Forschung sowie den regen Austausch mit hochkarätigen Referierenden aus. Sie verdeutlichte eindrucksvoll, wie eng sicherheitspolitische Entscheidungen und technologische Innovationen heute miteinander verknüpft sind – und bot den Teilnehmenden eine Plattform, dieses Spannungsfeld näher miteinander zu diskutieren.

 

Begleitet und organisiert wurde die Akademie mit Hilfe der Beauftragten Julie Noe und Harmen Singh unter der Leitung der Ressortverantwortlichen und stellv. Bundesvorsitzenden Johanna Knauer